Prokrastination – Aufschieberitis und ihre Ursachen
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Prokrastination – Aufschieberitis und ihre Ursachen

Was genau ist Prokrastination?
Fast jeder kennt sie: die verhängnisvolle Aufschieberei von wichtigen Aufgaben oder Projekten. Die Abgabefrist des Projektes ist nahe oder die Steuererklärung überfällig und dennoch kriegen wir es nicht auf die Reihe, wichtige Dinge zu erledigen.  Der gründliche Wohnungsputz, das Telefonat mit der Freundin oder das Sortieren der Urlaubsfotos sind einfach drängender. Das kommt dir bekannt vor? Prokrastination ist weit verbreitet und ein Synonym fürs ständige Aufschieben von Aufgaben und Projekten. Der Begriff Prokrastination bedeutet wörtlich übersetzt „Auf morgen vertagen“ (lateinisch procrastinare „vertagen“; pro „für“ und crastinum „Morgen“). Neu ist Prokrastination nicht, das Phänomen wurde schon vor über 2000 Jahren beschrieben. Geändert hat sich daran bis heute aber wenig. Prokrastination klingt erst einmal nach Faulheit, aber weit gefehlt: Aufschieberities betrifft nicht nur faule, untätige Menschen – besonders häufig sind fleißige Menschen, die ihre Prioritäten einfach falsch setzen, betroffen. Aber warum leiden so viele Menschen unter Prokrastination?

Häufiger schieben wir Aufgaben dann auf, wenn sie uns insgeheim überfordern. Zu viele Möglichkeiten bzw. Freiheiten, Autonomie bei der Gestaltung des Arbeitstages und unübersichtliche Projekte erschweren es uns, unseren Tag zu strukturieren, Prioritäten zu setzen und Dinge anzupacken. 

Ursachen der Prokrastination – Orientierung im Dschungel der Möglichkeiten
Prokrastination
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Die Gründe für Prokrastination sind vielfältig.

Häufiger schieben wir Aufgaben dann auf, wenn sie uns insgeheim überfordern. Zu viele Möglichkeiten bzw. Freiheiten, Autonomie bei der Gestaltung des Arbeitstages und unübersichtliche Projekte erschweren es uns, unseren Tag zu strukturieren, Prioritäten zu setzen und Dinge anzupacken. 

Der unbegrenzte Zugang zu Wissen und Möglichkeiten macht es uns besonders schwer, uns auf das Wesentliche zu fokussieren und Dinge anzupacken. So viele Möglichkeiten zu haben, dass man am Ende gar nichts tut… Kennst du das auch?

Auch emotionale Faktoren spielen eine Rolle – viele Menschen vermeiden Aufgaben, wenn sie diese mit negativen Erfahrungen verbinden oder Angst vor den Resultaten haben. Statt eine schlechte Prüfung abzulegen, legen sie gar keine Prüfung ab – so ersparen sie sich zumindest die Enttäuschung sowie negative Kritik.

Ein wesentlicher Grund für das ständige Aufschieben liegt im menschlichen Gehirn. In der Amygdala werden Routinen erlernt und verfestigt – auch Hilflosigkeit und daraus resultierende Inaktivität werden erlernt. Im limbischen System entscheidet sich, ob das rationale Denken oder unsere spontanen Impulse unser Handeln bestimmen. Sehen wir keine hohe Notwendigkeit, eine große, unangenehme Aufgabe anzugehen, entspannt es sich und wir werden inaktiv. Austricksen können wir das limbische System, wenn wir unsere Aufgaben in kleinere, „nettere“ Einheiten teilen.

Tipps gegen Prokrastination – mit der richtigen Strategie klappt’s

Ständiges Aufschieben macht nicht nur unproduktiv, sondern auch unausgeglichen und unglücklich. Wer dem Problem an den Kragen gehen will und seine Aufgaben endlich zielgerichtet anpacken will, kann auf folgende bewährte Strategien zurückgreifen:

Falls du ernste Probleme mit Prokrastination hast und unter dem ständigen Aufschieben leidest, kann ein Coach beim Erlernen wirksamer Methoden helfen. Der Prokrastination geht’s damit richtig an den Kragen.

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Angelika Reimer
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